Tipps und Empfehlungen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Social Networks
– die gängigsten Vorurteile


Kunden, Mitarbeiter und ganz besonders der potentielle Nachwuchs eines Unternehmens haben alle eines gemeinsam: Sie erwarten ein interaktives Kommunikationsangebot und sie möchten mit Unternehmen auf Augenhöhe in Kontakt treten. Auch mittelständische Unternehmen sollten sich also nicht lange fragen: „Social Media: Muss das sein?“, sondern viel mehr: „Wann und wie können wir anfangen, andere für unser Unternehmen zu begeistern?“
Knapp 50 % der deutschen Mittelständler sind diesen Schritt bereits gegangen und nutzen Social Media beispielsweise im Personalbereich oder in der Kundengewinnung erfolgreich. Und die anderen 50 %? Dort überwiegen Vorurteile und Skepsis gegenüber den neuen Onlinemedien.
Wir haben die gängigsten Vorurteile gesammelt – und versucht zu beantworten.

1. Keine Zeit für Social Media

„Wann sollen wir das mit dem Twittern, Bloggen, Posten und Teilen denn machen? Das Tagesgeschäft geht doch vor.“

Ganz einfach: Zwischen 09:00 und 18:00 Uhr. Denn auch mit kleinem Zeitbudget lassen sich parallel zum Tagesgeschäft Social-Media-Aktivitäten anstoßen und begleiten.

2. Nichts zu kommunizieren

„Wir haben gar keine relevanten Inhalte für Social Media. Was sollen wir da denn kommunizieren?“

Was erzählen Sie denn Ihren Freunden und Bekannten, wenn Sie nach Ihrem Job oder Ihrem Unternehmen gefragt werden? Sie erzählen Anekdoten, geben Ihren Zuhörern einen persönliches Erlebnis weiter und machen vielleicht sogar Werbung für freie Stellen. Und genau das und noch viel mehr können Sie auch in Social Media tun.

3. Homepage und Online-Shop reichen aus

„Wir haben doch schon eine Webseite und einen Online-Shop. Da brauchen wir doch nicht noch mehr Präsenzen im Internet.“

Doch. Sie haben ja auch nicht nur eine Visitenkarte, nur eine Imagebroschüre oder nur einen Produktkatalog. Online ist es genau dasselbe: Verschiedene Medien für verschiedene Ziele und Zielgruppen. Facebook & Co bieten dabei etwas, was weder der Onlineshop noch die Website können: Den direkten, persönlichen und dialogischen Kontakt zu Kunden und Interessierten.

4. Zielgruppe nicht bei Facebook

„Facebook & Co. werden doch nur von Jugendlichen benutzt. Außerdem haben wir ja unsere Kunden schon.“

Schon längst tummeln sich in Sozialen Netzwerken User aller Altersgruppen und Karrierestufen: Vom Schüler bis zum Opa, vom Young Professional bis zum Seniorpartner. In Deutschland sind beispielsweise weit mehr als 50% aller Menschen bei Facebook regelmäßig aktiv, und damit auch so gut wie jede denkbare Unternehmenszielgruppe – inklusive Vertreter Ihrer Geschäftspartner.

5. Keine Verkäufe über Social Media

„Über Social Media verkaufen wir nichts. Im Gegenteil, es kostet nur Zeit und Ressourcen, aber man bekommt nichts zurück.“

“Was bringt‘s?” Das ist für Unternehmen die wichtigste Frage bei Marketingkampagnen. Was Social Media letztlich erreichen kann, lässt sich zwar nur schwer in Geld messen, dafür aber in Sympathiewerten abbilden: Reputationsgewinn, ein besseres Verständnis für die Kunden, die Prävention von Krisen, ein verbesserte Customer Service, die Gewinnung von Multiplikatoren, die Nähe zu Mitarbeitern, die Information zu laufenden Kampagnen und die Stärkung der Kundenloyalität. Reicht das?

6. Öffentliche Kritik von Fremden

„Nachher werden wir auf unseren eigenen Seiten noch kritisiert oder es gibt einen dieser Shitstorms. Wie sieht das denn aus?“

Die Grundregel lautet: Nicht jede Kritik im Social Web ist ein Shitstorm. Genau genommen ist sie nicht einmal negativ, wenn man weiß, wie man mit ihr umgeht. Als Inhaber einer Präsenz in einem Sozialen Netzwerk existieren zahlreiche Reaktionsmöglichkeiten. Öffentliche Posts von anderen auf der eigenen Seite können problemlos verborgen oder gelöscht werden. Gleichzeitig können kritische Beiträge genutzt werden, um mit einem guten Beschwerdemanagement zu punkten und die emotionale Kundenbindung voranzutreiben.